Strom und Energie für Rheda-Wiedenbrück
Erdwärme für die Stromerzeugung
In Deutschland ist die Geothermie eher bekannt als Heizsystem mit Hilfe von Wärmepumpen. Aber es ist auch möglich, sie zur Stromerzeugung zu verwenden. Die Erdwärme gehört zu den erneuerbaren Energiequellen, durch deren Verwendung kein co2 freigesetzt wird. Der Bau von Geothermie-Kraftwerken wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit als Demonstrationsvorhaben gefördert, daher wächst die Anzahl der Genehmigungen beständig. Derzeit sind in Deutschland rund 150 Erdwärme-Kraftwerke in Planung. Die bisher größten geothermischen Stromproduzenten sind Italien, die USA, die Philippinen, Indonesien und Mexico.
Wie funktioniert Geothermie?
Genau genommen ist die Geothermine die in Wärme gespeicherte Energie unterhalb der Erdoberfläche. Geothermische Vorkommen in Deutschland bestehen aus Thermalwasser in einer Tiefe von 1 000 bis 1 500 Metern. Die Temperatur beträgt zwischen 40 und 100 Grad Celsius. Für die Stromerzeugung ist das Thermalwasser aus Hochtemperaturregionen mit mehr als 100 Grad ideal, aber auch die Nutzung des Niederthermalwassers, wie es in Deutschland verfügbar ist, ist möglich. Für die Stromerzeugung wird der Wasserdampf des unterirdischen Thermalwassers verwendet, der durch Bohrungen an die Erdoberfläche gelangt. Aufgrund der thermophysikalischen Gesetze gelangt der Wasserdampf ohne technische Hilfsmittel an die Oberfläche. Ist die Temperatur ausreichend hoch, also über 100 Grad Celsius, dann reicht der Druck des Wasserdampfes aus, um direkt Turbinen zur Stromerzeugung anzutreiben. Bei niedriger temperiertem Wasser, wie es in den geologischen Formationen in Deutschland vorhanden ist, muss ein organisches Medium zwischengeschaltet werden, um ausreichend hohe Temperaturen zum Antrieb der Turbinen zu erzeugen. Um Gebäude mit Erdwärme zu beheizen, kann das geringer temperierte Wasser aus den oberen Erdschichten direkt in den Heizkreislauf eingebracht werden.
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